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Medienmitteilung

Über 33 Tonnen Sonderabfälle gesammelt

Brig-Glis / Oberwallis. Die diesjährige Sammelaktion für Sonderabfälle aus dem Haushalt
fand vom 2. bis 12. Mai 2011 statt. Dabei wurden über 33 Tonnen Abfälle eingesammelt
und umweltgerecht entsorgt. Das Sammelergebnis liegt um rund 4400 kg
(13%) über demjenigen des Vorjahres.
Parallel dazu wurde wiederum eine Sondersammlung für Elektro- und Elektronikgeräte durchgeführt, wobei rund 102 Tonnen ausgedienter Elektrogeräte abgegeben wurden. Dieses Ergebnis liegt 8 Tonnen unter demjenigen des Vorjahres und bewegt sich auf dem Niveau von 2009.
Die Sammelaktion für Sonderabfälle aus den Haushalten wurde dieses Jahr bereits zum 23. Mal durchgeführt. Das Angebot wird von der Oberwalliser Bevölkerung nach wie vor rege genutzt. Insgesamt konnten über 33.2 Tonnen Sonderabfälle gesammelt werden. Dies entspricht einer Steigerung um 4.4 Tonnen (13%) gegenüber dem Vorjahr. Auch in diesem Jahr sind kleinere Mengen gewerblicher Sonderabfälle in der Sammelmenge enthalten. Grössere Mengen müssen von den Gewerbebetrieben direkt in die LONZA AG zur Entsorgung gebracht werden und werden diesen auch verrechnet. An der Sammelaktion und ihrer Finanzierung beteiligten sich dieses Mal 64 Oberwalliser Gemeinden, was der Beteiligung der letzten Jahre entspricht. Die Aktion selbst verlief reibungslos. Die Annahmebedingungen wurden gut befolgt, auch was Bleiakkumulatoren und Batterien betrifft, die eigentlich nicht mehr angenommen werden müssten. In zahlreichen Gemeinden fehlen jedoch immer noch Informationen und Hinweise zu den Sammelstellen für Altöl.

Sammelmenge nach Stoffgruppen

Bei den Mengenanteilen nach Stoffgruppen hat sich gegenüber dem Vorjahr wenig verändert. Mit knapp 42% stellt die Stoffgruppe Farben/Lacke nach wie vor den grössten Anteil dar; 12% entfallen auf Lösungsmittel. Ebenfalls bedeutend sind die Mengen an Reinigungsmitteln (11%), Ölen/Fetten (25%), Medikamenten (3%), Spraydosen (3%), Pflanzenschutzmitteln (2%) und Photochemikalien (1%). Knapp 2% der gesammelten Abfälle waren Batterien. Immer noch werden Bleiakkumulatoren (Autobatterien) zur Sammlung gebracht. Diese werden aber nicht mehr angenommen, seitdem die Gratis-Rücknahmepflicht der Händler eingeführt wurde. Hochgiftige Stoffe wie Quecksilber, Säuren oder Sprengkapseln fielen zwar nur in kleinen Mengen an, ihre umweltgerechte Entsorgung stellt jedoch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz dar. Leider nutzen auch immer noch einige kleine Gewerbebetriebe diese Sammelaktion, um ihre Sonderabfälle gratis zu entsorgen. Diese Betriebe müssten jedoch ihre Sonderabfälle direkt in die LONZA AG zur Entsorgung liefern und selbst bezahlt werden. Damit wird das Verursacherprinzip berücksichtigt und das Budget der Haushaltsammlung entlastet. Dank der guten Mitarbeit aller Beteiligten verlief die Sammelaktion ohne Zwischenfälle und der geplante Zeitplan konnte eingehalten werden.

Sammlung von Elektro- und Elektronikabfällen

Wie in den letzten Jahren führten die IMMARK AG und der Eingliederungswerkstätte Bitsch (insieme Oberwallis) zeitgleich eine eigene Sammlung für Elektro- und Elektronikabfälle durch. Da die dafür anfallenden Kosten von der SENS (Stiftung Entsorgung Schweiz) und der SWICO (Schweizerischer Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik) übernommen sowie aus den Einnahmen der vorgezogenen Entsorgungsgebühr für diese Geräte finanziert werden, ist die Sammelaktion für die Gemeinden gratis. Obwohl die Sammelmenge mit 102 Tonnen unter der letztjährigen lag (2010: 110 t), ist auch diese Ergebnis als grosser Erfolg zu bewerten. Ein Teil des Sammelgutes wird in Bitsch zwischengelagert und dort von den Beschäftigten der Eingliederungswerkstätte insieme zerlegt und anschliessend dem Recycling zugeführt.
Wir bedanken uns bei der Bevölkerung, den Gemeinden und allen Beteiligten für ihre Mitarbeit zum Gelingen der Sammelaktion. Wir empfehlen auch in Zukunft, alle im Laufe des Jahres anfallenden Sonderabfälle aufzubewahren und sie bei der nächstjährigen Sammelaktion abzugeben.

9.6.2011 Abfallberatung Oberwallis

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