Allgemeines:
• Produktionsengpässe für japanische Seide und Nylon erforderten die Suche nach einem Ersatzstoff. In den 70er‐Jahren gelang es erstmals, aus Polyester glasklare, geschmacksneutrale und vor allem bruchsichere Verpackungen herzustellen.
• PET (Polyethylenterephthalat) wird zu 100 % aus Erdöl oder Erdgas produziert und kann komplett wiederverwendet werden. Dabei behält es grundsätzlich seine Eigenschaften (kristallklare Transparenz, geringes Gewicht, hohe Festigkeit und lange Haltbarkeit) bei. Aus ca. 1,9 kg Rohöl entsteht etwa 1 kg PET.
• PET ist vor allem in den USA und Europa sehr verbreitet.
In der Schweiz wurden 2009 über 37'000 Tonnen gesammelt; dies entspricht einer Recyclingquote von 81 %.
• Wenn die gesammelten PET‐Flaschen recycelt anstatt verbrannt werden, können knapp 50 % Energie gespart werden.
• Ökobilanzen zeigen, dass die PET‐Getränkeflaschen im Vergleich mit Mehrweg‐Glasflaschen ökologisch gleichwertig sind.
Sammeln:
• Alle Verkaufsstellen von PET‐Getränkeflaschen sind gesetzlich verpflichtet leere PET‐Flaschen zurückzunehmen. Auch in Einkaufszentren stehen spezielle PET‐Sammelbehälter zur Verfügung. Beim Einkaufen können die leeren PET‐Getränkeflaschen bequem an einem der 6'000 Standorte zurückgegeben werden.
Zusätzlich bieten heute mehr als 20'000 Betriebe aus dem Arbeits‐ und Freizeitbereich PETSammelstellen an. Für Firmen ist der Abtransport ab 5 vollen Säcken kostenlos (Anmeldung bei: www.petrecycling.ch oder Tel. 044 / 344 10 80).
Weiterhin besteht die Möglichkeit zur PET‐Sammlung an Veranstaltungen wie Sportanlässen, Open‐Air Veranstaltungen, Konzerte und Events aller Art. Die PET‐Sammelbehälter und ‐säcke werden gratis geliefert und wieder abgeholt.
Trennung von PET‐Flaschen:
• Da das Bundesamt für Gesundheit (BAG) für den Einsatz von PET im Lebensmittelbereich bestimmte Vorschriften erlassen hat, wird kein anderes Material ausser PET‐Getränkeflaschen zum Recyclen zugelassen. Das bedeutet, dass weder Milch‐, Öl‐ und Essigflaschen, Kosmetikverpackungen oder Shampooflaschen, Wasch‐ und Reinigungsmittelverpackungen noch PET‐Becher oder andere PETVerpackungen im offiziellen PET‐Sammelsack (blau‐gelbe Sammelbehälter) gesammelt werden können.
• Besonders wichtig für die Reduzierung der Transportfahrten zum Recyclinghof ist es, die PETGetränkeflaschen zu pressen. Somit haben dreimal mehr Flaschen im Sammelbehälter Platz.
Recycling:
• Im Vergleich mit anderen Kunststoffen bietet PET einen entscheidenden Vorteil:
Es entstehen beim Recycling nicht nur neue Flaschen, sondern auch Folien, Verpackungen und Verpackungsbänder sowie Textilien wie z.B. Fleece, Füllstoffe für Kissen, Rucksäcke, Sportschuhe...
• Die Sportartikelfirma nike hat Fussball‐Trikots aus Polyester entwickelt. Dazu werden 8 PET‐Flaschen pro Trikot wiederverwertet. Nike spart somit wertvolles Rohmaterial und verbraucht somit 30 % weniger Energie. Weitere Infos findet man bei: www.nike.com
• Bei der GreenFashion Switzerland führte der Schweizer Snowboarder Nicolas Müller Kleider aus PET vor.
