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Sonderabfall- und Elektrosammlung 2010

Die Sammelaktion für Sonderabfälle aus dem Haushalt findet dieses Jahr zwischen dem 26. April und dem 7. Mai 2010 statt. Wie in den letzten Jahren wird die Sammlung von der
Abfallberatungsstelle Oberwallis und der Lonza AG in Visp durchgeführt. Sonderabfälle gehören grundsätzlich nicht in die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA), weil diese nicht entsprechend ausgerüstet ist: die Verbrennungstemperatur ist zu niedrig, um eine vollständige Verbrennung zu gewährleisten, und auch die Schadstoffreinigung mittels Rauchgaswäsche ist ungenügend. Die Verbrennung von Sonderabfällen in der KVA stellt deshalb ein erhebliches Umweltrisiko (vor allem für die Luft) dar. Flüssige Sonderabfälle dürfen auch nicht über die Kanalisation in die Abwasserreinigungsanlage (ARA) gelangen, weil dadurch der Ablauf des mikrobiotischen Abbaus gestört werden kann und die Gefahr einer Gewässerverschmutzung entsteht. Ebenso riskant ist die wilde Ablagerung von Sonderabfällen wie z.B. Farbkessel, Autobatterien usw. auf Deponien oder im Freien: aus durchgerosteten Behältern können schädliche Flüssigkeiten in den Untergrund versickern und die Gewässer verschmutzen. Deponien mit solchen Altlasten müssen aufwendig saniert werden. Sonderabfälle dürfen deshalb nie im Freien deponiert werden.
Folgende Sonderabfälle werden anlässlich der Sammlung entgegengenommen, und zwar in
Form unverbrauchter Produkte, als Waren mit verfallenem Verbrauchsdatum oder als angebrochene und leere Packungen, die Reste von schädlichen Stoffen enthalten. Die Abgabe sollte, wenn möglich, in der Originalpackung erfolgen, weil dadurch die Identifikation des Stoffes und die Vorsortierung erleichtert wird:
  • Farben, Lacke, Holzschutzmittel, Lösungsmittel, Verdünner
  • Fette, Seifen, Öle, Schmiermittel
  • Reinigungs‐ und Desinfektionsmittel
  • Kosmetika / Medikamente
  • Chemikalien (Säuren, Laugen usw.)
  • Spraydosen mit Treibgas
  • Pflanzenschutzmittel (Herbizide, Fungizide, Insektizide)
  • Fotochemikalien
  • Quecksilberhaltige Stoffe (Thermometer)
Nicht angenommen werden Abfallkategorien, für die bereits Separatsammlungen bestehen (z.B. Altöl, Metalle, Sperrgut, Glas etc.) oder für die eine gesetzlich vorgeschriebene Rücknahmepflicht bestehen (z.B. Autobatterien, Kleinbatterien etc.). Weiter werden auch keine Problemabfälle von Betrieben angenommen. Diese müssen von den Verursachern selbst in die Lonza Visp geliefert werden. Diese Entsorgungslösung für Betriebe gilt permanent und unabhängig von der jährlichen Sammelaktion; die Entsorgungskosten gehen dabei zu Lasten des Verursachers. Eine vorherige Anmeldung bei der Lonza ist erforderlich (Herr Beat Steinmann, Tel.: 027 948 53 13). Gleichzeitig zur Sonderabfallsammlung werden auch in diesem Jahr Elektro‐ und Elektronikabfälle gesammelt. Grundsätzlich werden alle Geräte mitgenommen, welche elektronische Komponenten enthalten. Folgende Gerätetypen werden kostenlos entgegengenommen:
  • Büro‐, Telekommunikations‐ und Informatikgeräte (Computer, Bildschirme, Tastaturen,
  • externe Speicher, Modems, Scanner, Drucker, Plotter, Bänder, Kassensysteme, Handys,
  • Telefone, Kopierer, FAX sowie deren Zubehör);
  • Unterhaltungselektronik (Fernseher, Radio, Stereoanlagen, Lautsprecher, Camcorder,
  • Projektoren, Digital‐ und Analogkameras, CD‐Spieler sowie deren Zubehör);
  • Haushaltklein‐ und –grossgeräte (Küchengeräte, Staubsauger, Nähmaschinen,
  • Kaffeemaschinen, Kühlgeräte, Backöfen, Waschmaschinen sowie deren Zubehör);
  • Bau‐, Garten‐ und Hobbygeräte (Heckenschneider, Bohrmaschinen etc.).
Diese Sammelaktion wird von der Eingliederungswerkstätte in Bitsch und der Immark AG
organisiert und folgt demselben Einsatzplan wie die Giftsammlung. An der Sammelaktion beteiligen sich 64 Oberwalliser Gemeinden, die im Verlaufe der nächsten 10 Tage mit dem Sammelfahrzeug der Lonza aufgesucht werden. Je nach Grösse der Gemeinde dauert der Aufenthalt zwischen 10 Minuten bis zu 2 Stunden. An den jeweiligen Sammelstellen werden die Sonderabfälle vom Fachpersonal entgegengenommen und direkt nach Stoffgruppen vorsortiert. Der Zeitplan und der jeweilige Standort des Sammelfahrzeugs werden durch die Presse (Walliser Bote, Radio Rottu, Canal 9), an den Infotafeln der Gemeinden und über Prospekte/Plakate/Flyer direkt an alle Haushalte publiziert.
Die Kosten der Sammelaktion werden nach dem bisher angewandten Verteilschlüssel, basierend auf Einwohnerzahl, Arbeitsplätzen und Fremdenbetten, von den Gemeinden übernommen.
Wir möchten die Oberwalliser Bevölkerung dazu auffordern, von diesem Angebot regen Gebrauch zu machen. Der „Fahrplan“ und die Standorte der jeweiligen Gemeinden werden ab nächsten Montag täglich im Walliser Bote veröffentlicht.
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