So beteiligten sich an der diesjährigen Sammelaktion und ihrer Finanzierung 69 von 76 Oberwalliser Gemeinden. Die Aktion selbst verlief reibungslos; auch die Annahmebedingungen wurden gut befolgt, abgesehen von der immer noch recht grossen Menge an Batterien und Bleiakkumulatoren, die fälschlicherweise zu den Sammelstellen gebracht werden, anstatt sie vorschriftsgemäss den Verkaufsstellen zurückzugeben. Zudem fehlt in recht vielen Gemeinden immer noch die Sammelinfrastruktur für Altöl.
Sammelmenge nach Stoffgruppen
Bei den Mengenanteilen nach Stoffgruppen hat sich gegenüber dem Vorjahr wenig verändert. Der grösste Anteil entfällt mit 38 Prozent nach wie vor auf Farben, Lacke, Leime, Kitte und Holzschutzmittel; Lösungsmittel und lösungsmittelhaltige Malereiabfälle machen 20 Prozent aus. Beide Gruppen zusammen (58 Prozent) ergeben mehr als die Hälfte der Gesamtmenge. Die nächstgrösste Gruppe bilden Bleiakkumulatoren (10 Prozent), gefolgt von Ölen, Fetten, Seifen und Schmiermittel (7 Prozent) sowie Reinigungs- und Pflegemitteln (5 Prozent), Medikamenten und Kosmetika (5 Prozent). Der Anteil der Spraydosen beträgt 3 Prozent gefolgt von Pflanzenschutzmitteln, Herbiziden und Pestiziden (2 Prozent). Batterien machen 1 Prozent der Sammelmenge aus. Hochgiftige Stoffe wie Quecksilber fielen in vergleichsweise geringen Mengen an; ihre umweltgerechte Entsorgung stellt jedoch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz dar.Bei der Mengenentwicklung nach Stoffgruppen fällt auf, dass erfreulicherweise deutlich weniger Medikamente und Kosmetika, Lösungsmittel und lösungsmittelhaltige Abfälle sowie Reinigungsmittel abgegeben wurden, dass aber bei den Batterien und Bleiakkumulatoren eine deutliche Zunahme festzustellen ist.
Sammlung von Elektro- und Elektronikabfällen
Parallel zur Sonderabfallaktion wurde auch dieses Jahr von der IMMARK AG und der Eingliederungswerkstätte Bitsch wiederum eine eigene Sammlung für Elektro- und Elektronikabfälle organisiert. Auch diese Aktion war erneut erfolgreich, konnten doch rund 100 Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte sowie 289 Kühlgeräte und 221 Haushaltgrossgeräte eingesammelt werden. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres von 90 Tonnen um zehn Tonnen übertroffen; die Zahl der abgegebenen Kühl- und Grossgeräte liegt im Bereich des Vorjahres.Diese Sammlung wird aus den Einnahmen der vorgezogenen Entsorgungsgebühr für diese Geräte finanziert; für Benutzer und Gemeinden ist sie deshalb kostenlos. Ein Teil des Sammelgutes wird in Bitsch zwischengelagert und dort von den Beschäftigten der Eingliederungswerkstätte zerlegt und anschliessend dem Recycling zugeführt.
Abschliessend möchten wir der Bevölkerung und allen an der Aktion beteiligten für ihre Mitarbeit danken. Wir empfehlen Ihnen weiterhin, die im Laufe des Jahres anfallenden Sonderabfälle aufzubewahren und bei der nächsten Sammelaktion abzugeben.
Abfallberatung Oberwallis
